Seit Smart Meter in fast jedem Haushalt sind, gibt es drei Tarifmodelle. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem im Risiko.
Fixpreis: ein Preis, eine Laufzeit
Der Arbeitspreis ist für die gesamte Laufzeit garantiert – egal, was an der Börse passiert. Du weißt am Jahresanfang, was du zahlst. Der Preis für diese Sicherheit: Fixtarife liegen meist 1 bis 3 Cent über dem aktuellen Spotpreis. Für Haushalte, die planen wollen, und für Betriebe, die kalkulieren müssen, ist das die richtige Wahl. Die Tarife, die wir vermitteln, sind Fixpreise ohne Grundpreis.
Floater: monatlich neu, aber gedämpft
Der Preis wird monatlich oder quartalsweise an einen Index (meist den österreichischen Strompreisindex ÖSPI) angepasst. Er folgt dem Markt, aber langsamer und ohne die Ausschläge einzelner Stunden. Sinnvoll, wenn du erwartest, dass die Preise fallen – riskant, wenn sie steigen, denn nach oben ist nichts gedeckelt.
Spot-Tarif: Börsenpreis pro Stunde
Du zahlst den stündlichen EPEX-Preis plus einen Aufschlag. Wer eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder eine Wallbox hat und Verbrauch in günstige Stunden verschieben kann, spart damit oft am meisten. Ein normaler Haushalt, der abends kocht und wäscht, zahlt dagegen genau dann, wenn Strom teuer ist. Und in Wintern wie 2022 kann ein Spotpreis kurzfristig das Fünffache kosten.
| Fixpreis | Floater | Spot | |
|---|---|---|---|
| Planbarkeit | hoch | mittel | niedrig |
| Preisrisiko | keins in der Laufzeit | mittel | hoch |
| Sparpotenzial | hoch bei gutem Abschluss | mittel | hoch bei flexiblem Verbrauch |
| Passt für | Haushalte, Gastro, Gewerbe | Marktkenner | Wärmepumpe, E-Auto, PV |
Unsere Empfehlung
Für die meisten Haushalte und praktisch alle Betriebe: ein Fixpreis, der unter dem Marktschnitt liegt, ohne Grundpreis, mit klarer Laufzeit. Wer viel verschiebbaren Verbrauch hat, kann mit Spot mehr sparen – sollte aber einen Puffer für teure Monate einplanen.




