Eine österreichische Stromrechnung besteht aus drei Blöcken: Energie, Netz und Abgaben. Wer sie einmal verstanden hat, sieht auf einen Blick, wo Geld zu holen ist – und wo nicht.
1. Energie: der Teil, den dein Lieferant bestimmt
Hier steht der Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde – der Preis für jede kWh, die du verbrauchst. Dazu kommt bei den meisten Anbietern ein Grundpreis pro Monat oder Jahr, den du auch zahlst, wenn du nichts verbrauchst. Beides legt allein dein Lieferant fest. Und genau das ist der Teil, den du durch einen Anbieterwechsel änderst.
Rechenbeispiel: 3.500 kWh × 14,94 ct = 523 € plus 12 × 5,92 € Grundpreis = 71 € → 594 € Energiekosten im Jahr. Beim selben Verbrauch mit 10,55 ct brutto und ohne Grundpreis: 369 €.
2. Netz: gleich bei jedem Anbieter
Die Netznutzung zahlst du an den Netzbetreiber – in Wien sind das die Wiener Netze, in Niederösterreich die Netz NÖ. Der Netzbetreiber ändert sich beim Lieferantenwechsel nie. Die Netzentgelte werden von der E-Control reguliert und sind für alle Kunden im selben Netzgebiet gleich, egal bei welchem Lieferanten sie sind. Auch der Messpreis für den Zähler gehört hierher.
3. Steuern und Abgaben: gesetzlich fix
Elektrizitätsabgabe, Erneuerbaren-Förderbeitrag und Umsatzsteuer sind gesetzlich festgelegt. Sie machen rund ein Fünftel deiner Rechnung aus und sind bei jedem Anbieter identisch.
Wo du hinschauen musst
- Jahresverbrauch in kWh – meist auf Seite 1 oder 2, oft mit einem Balken zum Vorjahr.
- Arbeitspreis Energie – im Block „Energie“ oder „Lieferung“, netto und brutto.
- Grundpreis / Pauschale – ebenfalls im Energieblock.
- Zählpunktnummer (AT00…) – 33 Stellen, brauchst du für jeden Wechsel.
- Vertragsbindung / Preisgarantie bis – oft nur im Kleingedruckten oder im Vertrag selbst.
Faustregel: Liegt dein Arbeitspreis Strom über 12 ct netto oder dein Gaspreis über 8 ct netto, lohnt sich ein Vergleich fast immer. Schick uns die Rechnung – wir sagen dir in einem Werktag, was drin ist.




